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Die Einkaufsliste: Ein Tag im deutschen Supermarkt (B1)

Es ist Samstagvormittag. Ich stehe vor der Haustür, ziehe meine Jacke an und lese noch einmal meine Einkaufsliste.

Auf der Liste steht:

  • Brot
  • Milch
  • Eier
  • Butter
  • Äpfel
  • Spinat
  • Nudeln
  • Tomatensoße
  • Käse
  • und … Klopapier (ganz wichtig!)

Ich denke mir: Okay. Einfach. Zehn Dinge. Was soll da schon schiefgehen?

Im Supermarkt

Ich komme im Supermarkt an, stecke eine Münze in den Einkaufswagen, ziehe ihn aus der Reihe und fahre los. Direkt am Eingang springen mir riesige Sonderangebote ins Gesicht:

3 Packungen Chips für 2 Euro!

Ich überlege kurz: Hmm … das steht zwar nicht auf der Liste, aber vielleicht …?

Nein.
Heute bleibe ich diszipliniert.
Kein Chaos.
Keine Impulskäufe.

Ich gehe weiter.

Die Eierkatastrophe

Zuerst fahre ich zur Kühlabteilung.

Milch? ✔
Butter? ✔
Käse? ✔

Dann schaue ich ins Regal und denke: Moment mal … wo sind die Eier?
Die müssten doch hier sein. Oder?

Ich suche links, ich suche rechts. Nichts. Nur Joghurt. Viel Joghurt.

Also frage ich einen Mitarbeiter.

Ich: Entschuldigung, wo finde ich die Eier? Ich sehe keine im Kühlregal.
Mitarbeiter: Die Eier? Die stehen nicht im Kühlschrank. Die sind im nächsten Gang, direkt im Regal.
Ich: Ach so? Werden die nicht gekühlt?

Der Mitarbeiter lächelt.

Mitarbeiter: Nein, in Deutschland nicht. Unsere Eier sind ungewaschen. Die Schale schützt sie. Im Kühlschrank würden sie sogar schneller schlecht werden.

Ich nicke beeindruckt.
Aha! Wieder etwas gelernt.

Im nächsten Gang finde ich sofort ein riesiges Regal voller Eier. Ich nehme eine Packung, öffne sie … und sehe fünf kaputte Eier. Natürlich.

Ich greife die Packung dahinter und plötzlich …

KLACK

Ein einzelnes Ei fällt auf den Boden.

Ich drehe mich um.
Der Mitarbeiter schaut rüber.
Ich schaue zurück.

Wir sagen gleichzeitig: „Das war ich nicht!“

Der Mitarbeiter lacht. „Kein Stress. Passiert ständig.“

Puh. Weiter geht’s.

Spinat gesucht - Orientierung verloren

Auf der Liste steht: frischer Spinat.

Ich suche und suche.
Ich finde Salat.
Ich finde Rucola.
Ich finde Petersilie.

Aber kein Spinat.

Nach drei Minuten frage ich wieder.

Ich: Entschuldigung, wo finde ich Spinat?
Mitarbeiter: Frisch oder tiefgekühlt?
Ich: Äh … frisch.

Er zeigt in eine völlig andere Richtung:
„Hier links, dann geradeaus, dann nach rechts. Neben den Pilzen.“

Ich laufe los.
Links.
Geradeaus.
Rechts.

Und stehe plötzlich vor der Katzenfutter-Abteilung.

Der Mitarbeiter ruft hinter mir:
„Nein, nein! RECHTS! IHR rechts, nicht MEIN rechts!“

Wir lachen beide. Schließlich bringt er mich direkt zum Spinat. Mission erfüllt.

Nudeln mit Hindernissen

Weiter zur Nudelabteilung. Tomatensoße finde ich sofort. Aber bei den Nudeln: leere Regale.

Ein Schild hängt dort:
ANGEBOT: Spaghetti 0,79 € - leider ausverkauft

Ganz oben sehe ich noch eine letzte Packung. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, strecke mich … fast … fast …

Und dann fällt mir ein ganzes Dutzend anderer Nudeln entgegen.

Natürlich nicht die Spaghetti.

Ich seufze: Okay. Ich nehme Penne. Penne ist auch gut.

Der Apfel rennt weg

Bei den Äpfeln gibt es zu viel Auswahl.

Süß oder sauer?
Bio oder nicht?
Groß oder klein?

Nach einer Minute Entscheidungschaos nehme ich einfach die, die am besten aussehen. Ich packe fünf in die Tüte - und natürlich fällt einer raus und rollt durch den Gang.

Ein Kind ruft:
„Mama! Der Apfel rennt weg!“

Der wichtigste Artikel

Ich schaue wieder auf meine Liste: Klopapier nicht vergessen.

Und dann sehe ich es.
Die letzte Packung.

Wie in einem Film mit dramatischer Musik.

Ich renne hin.
Eine andere Person rennt auch hin.
Wir bleiben stehen. Kurze Pause.

Dann lächelt sie:
„Sie waren schneller. Nehmen Sie es ruhig.“

Ich nehme das Klopapier und fühle mich wie ein Gewinner.

An der Kasse

Ich lege alles aufs Band:

  • Brot
  • Milch
  • Butter
  • Käse
  • Eier (unzerbrochen!)
  • Spinat
  • Penne
  • Tomatensoße
  • Äpfel
  • und das legendäre Klopapier

Die Kassiererin sagt:
„28 Euro 40.“

Ich bezahle, packe alles ein und gehe nach Hause.

Fazit

Zu Hause schaue ich in die Tüten und denke:
Perfekt. Ich habe alles … außer Chips.

Na ja. Vielleicht nächstes Mal.

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Danke fürs Lesen. Bis zum nächsten Mal.

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